Die Kashmir-Saga

Die Kashmir-Saga


 

Espen im Leh District /Jammu und Kashmir (szefei/Shutterstock.com)

 

Band 1: Das Haus des Friedens

Band 2: Der Weg aus der Finsternis

Band 3: Ein Geschenk der Götter

Band 4: Ein Band aus Stahl

Band 5: Ein Lied in der Nacht

Band 6: Flug mit dem Wind

Band 7: Der Strom des Lebens

Wie alles begann...


Die Vorgeschichten für unsere Kashmir-Saga sind zunächst völlig unabhängig voneinander entstanden: auf der einen Seite die Erzählungen von Raja Sharma im indischen Maharashtra (von Ingrid Zellner; ursprünglicher Titel Schatten der Vergangenheit), auf der anderen Seite die Geschichte über Vikram Sandeep und sein Waisenhaus Dar-as-Salam in Srinagar/Kashmir (von Simone Dorra, Das Haus des Friedens). Wir haben unsere Geschichten wechselseitig gelesen, mochten sie sehr… und plötzlich war da die Idee, die beiden Protagonisten Vikram und Raja einander mal begegnen zu lassen. Vielleicht in einer kleinen Kurzgeschichte. Einfach nur, weil wir große Lust hatten, diese beiden interessanten Männer mal in einem Rahmen zu sehen.

Keine von uns hätte geahnt, dass diese erste Begegnung der Auftakt zu einem wahren Schreibrausch werden sollte und wir gemeinsam fünf ganze Romane über unsere Helden schreiben würden. Unsere beiden Universen sind so wunderbar und wie von selbst miteinander verschmolzen, dass wir sie nicht wieder trennen wollten. Und diese Saga hat uns so viel Spaß gemacht, dass wir damit erst aufgehört haben, als sie in unseren Augen zu Ende erzählt worden war. Am Ende umfasste unsere Kashmir-Saga schließlich sieben Bände: Simones Eingangsband Das Haus des Friedens, Ingrids Raja-Sharma-Saga, die nach einem kompletten Makeover und neu erzählt als Der Weg aus der Finsternis der zweite Band der Serie geworden ist, und unsere fünf gemeinsam geschriebenen Volumes, in denen unsere Romanwelten sich miteinander vereinen.

Diese Bände werden nun zwischen 2017 und 2022 veröffentlicht, und selbst wenn sie keine Bestseller werden sollten - Hauptsache, sie machen euch ebenso viel Freude wie uns!

Simone Dorra & Ingrid Zellner




Ingrid Zellner und Simone Dorra in Gomadingen/Schwäbische Alb, April 2017

 

Eine Utopie vom Frieden - ein Traum vom Salaam


Kashmir hat mich fasziniert, seit ich Palast der Winde von M.M. Kaye gelesen habe. Die Autorin wurde in Indien geboren und hat mehrere Jahre auf einem Hausboot auf dem Dal-See in Kashmir gelebt. Als ich ihr berühmtes Buch zuerst in die Finger bekam, war ich vierzehn und auf der Stelle begeistert; diese Begeisterung hat bis heute nicht nachgelassen. Und als ich anfing, Das Haus des Friedens zu schreiben, begann ich auch zum ersten Mal, mich näher mit der Geschichte von Kashmir zu beschäftigen.

Wer einen Roman schreibt, der in Kashmir spielt, hat es nicht nur mit einem spektakulär schönen Tal zu tun, sondern auch mit einem Krisengebiet. Seit 1947, als Indien seine Unabhängigkeit erlangte und Pakistan entstand, liegt Kashmir an der Nahtstelle zwischen beiden Ländern, wurde von beiden Nationen besetzt und wird von beiden als Eigentum beansprucht. Eine von den Vereinten Nationen geplante und zugesicherte Abstimmung, in der die Kashmiri über ihre Unabhängigkeit entscheiden können, hat es nie gegeben.

Die insgesamt sieben Bände der von mir und Ingrid Zellner größtenteils gemeinsam verfassten Kashmir-Saga erstrecken sich über einen Zeitraum von mehr als dreißig Jahren. Wir schreiben schon seit einiger Zeit an unseren jeweiligen Geschichten; der erste Band spielt im Jahr 2012, in dem ich ihn geschrieben habe, und die Erzählung in dem zweiten Band (von Ingrid Zellner) beginnt sogar bereits im Jahr 2009. Ein Gutteil der Kashmir-Saga in den weiteren fünf Büchern findet zwangsläufig in der Zukunft statt. Wir haben keine Kristallkugel und wissen nicht, was in den nächsten dreißig, fünfunddreißig Jahren in Kashmir geschehen wird. Deswegen haben wir uns nach gründlicher Überlegung entschieden, unsere Saga nicht allzu genau historisch zu “verorten”; sonst wären wir nämlich gezwungen, die Manuskripte bei jeder aktuellen Entwicklung anzupassen und umzuschreiben (wobei alle historischen Ereignisse, die vor 2012 stattfanden und in den Büchern erwähnt werden, natürlich unverändert bleiben).

Die Kashmir-Saga erzählt vom Dar-as-Salam (arabisch: “Haus des Friedens”), in dem ein ehemaliger indischer Geheimagent Waisenkinder aufnimmt, um ihnen ein neues, sicheres Zuhause und eine Zukunft zu schenken. Dieses Haus ist der Dreh- und Angelpunkt in den Romanen, seine Bewohner sind die Helden der Geschichte. Dabei werden die Konflikte im Tal, die gewaltigen Probleme dort und die generelle Situation nicht ausgeblendet; sie bestimmen immer wieder entscheidend die Handlung der Bücher und das Leben der Menschen, die darin vorkommen. Wir haben die schwierige Lage Kashmirs keine Sekunde vergessen, aber weder zeitgeschichtliche Sachbücher noch politische Doku-Thriller geschrieben. Das konnten und wollten wir nicht.

Vielleicht ist die Kashmir-Saga gewissermaßen trotz aller Dramen, die sich darin abspielen, wenigstens teilweise ein Märchen oder eine Utopie vom Frieden, den es so in dem hinreißend schönen Tal im Himalaya nicht gibt und noch lange nicht geben wird… ein Traum von dem Salaam, den die Menschen dort so unendlich nötig haben, und den wir ihnen von ganzem Herzen wünschen.

Simone Dorra

P.S. von Ingrid Zellner: Ich habe erst einige Jahre später als Simone mein erstes Buch von M.M. Kaye gelesen - aber ansonsten unterstreiche ich jedes ihrer Worte.




Pahalgam/Kashmir (Jim W Kasom/Shutterstock.com)