Die Kashmir-Saga

Die Kashmir-Saga



Band 1: Das Haus des Friedens
Band 2: Der Weg aus der Finsternis
Band 3: Ein Geschenk der Götter
Band 4: Ein Band aus Stahl
Band 5: Ein Lied in der Nacht
Band 6: Flug mit dem Wind
Band 7: Der Strom des Lebens




Kashmir hat mich fasziniert, seit ich Palast der Winde von M.M. Kaye gelesen habe. Die Autorin wurde in Indien geboren und hat mehrere Jahre auf einem Hausboot auf dem Dal-See in Kashmir gelebt. Als ich ihr berühmtes Buch zuerst in die Finger bekam, war ich vierzehn und auf der Stelle begeistert; diese Begeisterung hat bis heute nicht nachgelassen. Und als ich anfing, Das Haus des Friedens zu schreiben, begann ich auch zum ersten Mal, mich näher mit der Geschichte von Kashmir zu beschäftigen.

Wer einen Roman schreibt, der in Kashmir spielt, hat es nicht nur mit einem spektakulär schönen Tal zu tun, sondern auch mit einem Krisengebiet. Seit 1947, als Indien seine Unabhängigkeit erlangte und Pakistan entstand, liegt Kashmir an der Nahtstelle zwischen beiden Ländern, wurde von beiden Nationen besetzt und wird von beiden als Eigentum beansprucht. Eine von den Vereinten Nationen geplante und zugesicherte Abstimmung, in der die Kashmiri über ihre Unabhängigkeit entscheiden können, hat es nie gegeben.

Die insgesamt sieben Bände der von mir und Ingrid Zellner größtenteils gemeinsam verfassten Kashmir-Saga erstrecken sich über einen Zeitraum von mehr als dreißig Jahren. Wir schreiben schon seit einiger Zeit an unseren jeweiligen Geschichten; der erste Band spielt im Jahr 2012, in dem ich ihn geschrieben habe, und die Erzählung in dem zweiten Band (von Ingrid Zellner) beginnt sogar bereits im Jahr 2009. Ein Gutteil der Kashmir-Saga in den weiteren fünf Büchern findet zwangsläufig in der Zukunft statt. Wir haben keine Kristallkugel und wissen nicht, was in den nächsten dreißig, fünfunddreißig Jahren in Kashmir geschehen wird. Deswegen haben wir uns nach gründlicher Überlegung entschieden, unsere Saga nicht allzu genau historisch zu “verorten”; sonst wären wir nämlich gezwungen, die Manuskripte bei jeder aktuellen Entwicklung anzupassen und umzuschreiben (wobei alle historischen Ereignisse, die vor 2012 stattfanden und in den Büchern erwähnt werden, natürlich unverändert bleiben).

Die Kashmir-Saga erzählt vom Dar-as-Salam (arabisch: “Haus des Friedens”), in dem ein ehemaliger indischer Geheimagent Waisenkinder aufnimmt, um ihnen ein neues, sicheres Zuhause und eine Zukunft zu schenken. Dieses Haus ist der Dreh- und Angelpunkt in sechs der sieben Romane, seine Bewohner sind die Helden der Geschichte. Dabei werden die Konflikte im Tal, die gewaltigen Probleme dort und die generelle Situation nicht ausgeblendet; sie bestimmen immer wieder entscheidend die Handlung der Bücher und das Leben der Menschen, die darin vorkommen. Wir haben die schwierige Lage Kashmirs keine Sekunde vergessen, aber weder zeitgeschichtliche Sachbücher noch politische Doku-Thriller geschrieben. Das konnten und wollten wir nicht.

Vielleicht ist die Kashmir-Saga gewissermaßen trotz aller Dramen, die sich darin abspielen, wenigstens teilweise ein Märchen oder eine Utopie vom Frieden, den es so in dem hinreißend schönen Tal im Himalaya nicht gibt und noch lange nicht geben wird… ein Traum von dem Salaam, den die Menschen dort so unendlich nötig haben, und den wir ihnen von ganzem Herzen wünschen.

Simone Dorra
Februar 2017

P.S. von Ingrid Zellner: Ich habe erst einige Jahre später als Simone mein erstes Buch von M.M. Kaye gelesen - aber ansonsten unterstreiche ich jedes ihrer Worte.




(HitMYFeel/Shutterstock.com)